Zecken in Deutschland: Gefahr durch FSME und Borreliose?


Zecken zählen zu den gefürchtetsten Plagegeistern überhaupt, aber nur wenige von uns kennen sich wirklich mit diesen Parasiten aus. In diesem Artikel möchten wir euch die wichtigsten Informationen über Zecken vermitteln und gleichzeit Möglichkeiten aufweisen, um sich erfolgreich vor Borreliose oder FSME zu schützen. Zunächst einige wichtige Informationen rund um Zecken, denn diese Parasiten sind keine Insekten, sondern gehören zu den Milben, welche wiederum den Spinnen zugerechnet werden.

Wissenschaftlich gesehen beißen Zecken ihre Opfer auch nicht, sondern stechen, wobei im Sprachgebrauch natürlich auch der Zeckenbiss verwendet werden kann. In der Fachsprache wird die Zecke auch als gemeiner Holzbock oder wissenschaftlich ganz korrekt als Ixodes ricinus bezeichnet. Alle Arten von Zecken sind blutsaugende Ektoparasiten und zudem bedeutende Krankheitsüberträger.


Zu welcher Jahreszeit sind Zecken in Deutschland aktiv?

Leider ist eigentlich fast immer Zecken Saison, denn Zecken werden bereits ab einer Temperatur von acht Grad Celsius aktiv, sofern es mehre Tage in Folge nicht kälter als 7 Grad wird. Das größte Risiko für einen Zeckenstich liegt naturgemäß im Sommer, da wir uns dann häufiger und sehr leicht bekleidet in der Natur aufhalten.

Entgegen der landläufigen Meinung lassen sich Zecken jedoch nicht von Bäumen herabfallen, sondern halten sich in erster Linie auf Gräsern oder in Büschen auf. Kommen nun Menschen oder Tiere in direkten Kontakt hängen sich die blutsaugenden Milben an ihre Opfer und suchen sich eine geeignete und möglichst geschützte Stelle zum Stechen. Wer sich also viel in der freien Natur aufhält, sollte immer damit rechnen, mit Zecken in Kontakt zu kommen und seinen Köper entsprechend gründlich und regelmäßig nach möglichen Zecken absuchen.

Schutz vor Zecken und Zecken sicher entfernen

Wie gefährlich sind Zecken für den Menschen wirklich?

Der Zeckenstich (sogenannter Zeckenbiß) ist für den Menschen an sich vollkommen ungefährlich, jedoch tragen nach Meldung des renomierten Robert Koch Instituts 10% bis 35% der Zecken Borrelien in sich, welche beim Menschen zur Borreliose führen können. Noch seltener tragen Zecken die gefürchteten FSME Viren in sich und selbst sogenannten Hochrisikogebieten beträgt hier die Quote der mit FSME infizierten Zecken gerade einmal 5%.

Aber auch bei einem Zeckenstich muss die infizierte Zecke den Erreger in den Organismus des Menschen weitergeben. Bei der Borreliose dauert dies knapp 2 Tage, denn erst nach dieser Zeit und einer vollständig beendeten Blutmahlzeit spuckt die Zecke Bakterien in den Kreislauf des Menschen. Wer also eine Zecke innerhalb von 24 Stunden entdeckt, sollte sich eigentlich keine Sorgen vor der Infektion mit Borreliose machen.

Problematisch sind jedoch die wenigen mit dem FSME-Erreger infizierten Zecken, denn hier kann der Virus bereits kurz nach dem Stich übertragen werden. Wer in einem einem ausgewiesenen Risikogebiet für FSME wohnt oder Urlaub macht, sollte sich in jedem Fall impfen lassen, denn im Gegensatz zur Borreliose kann gegen FSME erfolgreich geimpft werden.

Wie kann ich mich am besten vor Zecken schützen?

Einige Insekten- oder Mückensprays halten die blutsaugenden Parasiten einige Stunden fern, wobei dieser Zeckenschutz immer ausreichend und regelmäßig aufgetragen werden sollte. Wer sich viel im Freien aufhält sollte mindestens knöchelhohe Schuhe tragen und sich zusätzlich mit einer langen Hose schützen.

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Der beste Schutz vor einer Zecken Infektion ist aber immer noch, den Körper nach dem Aufenthalt in der Natur gründlich nach Zecken abzusuchen. Zecken sind wirklich sehr klein und krabbeln zunächst auf dem Körper und der Kleidung herum, um eine möglichst geeignete Einstichstelle auf einer dünnen und sehr warmen Stelle der Haut zu finden. Aus diesem Grund bitte immer den Bauch- und Brustberich sowie Kniekehlen und den Schritt nach möglichen Zecken untersuchen.

Zecken Schutz vor FSME und Borreliose

Zecken einfach und sicher entfernen

Um eine Zecke sicher zu entfernen, sollte ein möglichst dünner Gegenstand wischen Haut und die Zecke geschoben werden, um den Parasiten mitsamt dem in der Haut steckenden Rüssel vorsichtig zu entfernen.Bitte hier keinen falschen Hausmittel nehmen oder gut gemeinte Ratschläge befolgen, denn weder Öl oder Alkohol helfen bei der Entfernung von Zecken und auch das angeblich sichere “nach links” oder “nach rechts” herrausdrehen der Zecker führt in der Regel zu unnötigen Komplikationen.


Wichtig ist im jedem Fall dabei die Zecke möglichst nicht zu drücken oder gar zu quetschen, denn hierbei können leicht die Krankheitserreger in die Wunde gedrückt werden.Hierfür sind spezielle Zeckenpinzetten und sogenannte Zeckenkarten im Handel erhältlich. Geübte Menschen können hier auch eine normale Pinzette mit innen angewinkelten Spitzen oder auch nur die eigenen Fingernägel verwenden.

Die kleine Wunde sollte aber in jedem Fall desinfiziert werden. Selbst wenn beim Entfernen einer Zecke der Rüssel in der Haut stecken bleibt, braucht man sich keine Sorgen zu machen, denn vom Rüssel der Zecke geht keine Gefahr für eine Infektion aus. Dennoch nollte man in diesem Fall einen Arzt aufsuchen, um den Rüssel der Zecke fachkundig entfernen zu lassen.

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