Chlorpropham auf Kartoffeln: “Nach der Ernte behandelt”


Chlorpropham auf Kartoffeln erkennen: Kartoffeln sind vom Speiseplan der Deutschen nicht wegzudenken. Kartoffeln enthalten wenig Kalorien, wertvolles Eiweiß und sättigen ausgesprochen gut. Zudem sind die Knollen bei richtiger Lagerung auch sehr lange haltbar. Kartoffeln aus konventionellem Anbau dürfen nach der Ernte mit chemischen Keimhemmern behandelt werden. Um zu verhindern, dass die Kartoffeln bei der Lagerung keinem wird sehr oft das Herbizid Chlorpropham auf Kartoffeln eingesetzt.

Hierbei steht das populäre Keim- oder Schimmelhemmungsmittel jedoch im Verdacht, krebserregend zu sein. Dennoch geht das Bundesinstitut für Risikobewertung derzeit davon aus, dass durch Chlorpropham auf Kartoffeln keine gesundheitliche Beeinträchtigung ausgeht. Eine Schädigung durch diese Chemikalie sei allerdings nur ausgeschlossen, wenn sich der Hersteller auch wirklich an die zulässigen Höchstmengen hält.


Kartoffeln nach der Ernte behandelt: Lieber Bio-Kartoffeln kaufen

Der zulässige Höchstwert bzw. maximale Rückstandswert für Chlorpropham auf Kartoffeln ist übrigens 500 Mal höher als bei Getreide. Da das Herbizid auch tief in die Kartoffel selbst eindringt, hilft leider auch gründliches Schälen nicht immer und Untersuchungen haben gezeigt, dass Chlorpropham auch in geschälten und in frittierten Kartoffelprodukten nachweisbar ist. Auch wenn Chlorpropham auf Kartoffeln im Laufe der Lagerzeit langsam abgebaut wird, müssen die Erzeuger zur Sicherheit eine Wartezeit von mehreren Wochen einhalten, bevor die chemisch behandelten Kartoffel überhaupt in den Verkauf kommen dürfen.

Chlorpropham auf Kartoffeln erkennen

Sind Kartoffeln chemisch mit einem Keimhemmer wie Chlorpropham behandelt worden, sind diese in jedem Fall mit der Angabe “nach der Ernte behandelt” zu kennzeichnen. Sofern sich eine Chemikalie wie Chlorpropham auf Kartoffeln befindet, muss dieser Hinweis auf der Verpackung oder einem befestigten Etikett zu finden sein. Bei lose verkauften Kartoffeln muss auf einem Schild neben der Ware darauf hingewiesen werden, dass die Kartoffeln nach der Ernte behandelt wurden. Welches chemisches Mittel hierbei verwendet wurde, muss nach geltenden Vorschriften leider nicht angegeben werden.

Chlorpropham auf Kartoffeln erkennen und Chemie vermeiden

Als Höchstwerte von Chlorpropham gelten 10 mg pro Kilogramm Kartoffeln, hierbei wird dem Verbraucher übrigens empfohlen, nicht mehr als 0,2 mg pro Kilogramm Körpergewicht zu sich zu nehmen, was nicht gerade für die Unbedenklichkeit von Chlorpropham auf Kartoffeln spricht. Zur weiteren Information haben wir für sie ein Video von ZDF Neo über Youtube eingebunden:

Chlorpropham ist für den Menschen gesundheitsschädlich und möglicherweise auch krebserzeugend. Als Symptome von Kontakt mit Chlorpropham werden Irritationen der Haut, Augen und der Atmungsorgane genannt. Als beobachtete Nebenwirkungen von Chlorpropham gelten zudem Depressionen, Anfälle, Bewegungsstörungen, Nervenschäden, Verdauungsstörungen mit Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. (Quelle: Wikipedia)


Wer das Risiko von Chlorpropham auf Kartoffeln minimieren oder sogar ganz ausschließen möchte, sollte in jedem Fall auf die Kennzeichnung im Supermarkt achten, im Zweifelsfall immer nachfragen, oder gleich zu Frühkartoffeln oder Bio-Kartoffeln greifen. Im Gegensatz zu Kartoffeln aus konventionellem Anbau ist bei Bio-Kartoffeln ist die Verwendung von Keimhemmern wie Chlorpropham grundsätzlich nicht erlaubt, da diese nur mit einem Extrakt aus Pfefferminzöl oder Kümmelöl zur Keimhemmung behandelt werden dürfen.

Wir kaufen unsere Kartoffeln mitterweile nur noch direkt vom Hof eines Erzeugers, da dieser nachweislich auf die Verwendung von Keimhemmern und anderen bedenklichen Chemikalien verzichtet. Denn auch wenn diese Bio-Kartoffeln etwas teurer sind, möchten wir nicht auf unsere geliebte Knollen verzichten!

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